Start Kartenverkauf 5. Juni 2019: Mammutproduktion HEIMWEHLAND Scheffelhalle Singen

 

Das Stück beginnt mit einem Klagegesang: Die Mütter kommen auf die Bühne, alle ihre Töchter haben sie dem Drachen Wawel geopfert. Sprawiedliwo (Gerechtigkeit), die Zwillinge Wolno und Swoboda (Freiheit), Beztroski (Unbeschwertheit), Odwaga (Mut) und Wolne Media (Pressefreiheit). Nur noch die Tochter des Königs ist übriggeblieben. Derjenige, der den Drachen besiegt, soll sie heiraten. Der Schustergeselle Dratewka (Robin Funke, Zweitbesetzung Lukas Liebel), der Alte (Marek Pilejczyk) und der Träumer (Uwe Forster) klagen über den Drachen. Sie haben Sehnsucht nach einer früheren Zeit unter dem Regierungschef Pilsucki (vor 1935) und idealisieren das einfache, schöne, friedliche Polen. Das Spiel beginnt in den 80er Jahren. Der Drache heißt Kriegsrecht, Schlange stehen, Bespitzelung, Kommunismus. Der Widerstand regt sich unter den Männern und das Wort Solidarnosc fällt, man spricht über die Danziger Werft und von einem Kämpfer: Lech Walesa. Der Drache soll besiegt werden durch ein mit Sprengstoff gefülltem Schaf. Dratewka, der Träumer und der Alte führen den Anschlag auf den Drachen aus. Sie beweisen dem König (Florian Soffner) und der Königin (Christine Neu) mit einer Schuppe, dass sie den Drachen getötet haben. Die Prinzessin (Vanessa Morgado, Zweitbesetzung Lisette Breyer) wählt Dratewka als Gemahl aus. Die beiden anderen sind erst traurig, bekommen jedoch vom König eine „Entschädigung“. Zweiter Teil: Dratewka und Zgoda müssen auswandern, weil die Monarchie abgeschafft wurde und Dratewka keine Arbeit mehr findet.  Mit einem Lastwagenfahrer reisen sie nach Deutschland, Arlen, und finden sich irgendwie zurecht. Zeitsprung. Sie sind 30 Jahre in Deutschland und wollen wieder nach Polen fahren. Sie nehmen Grazyna mit, die in Deutschland als Altenpflegerin arbeitet und erzählt, was sie erlebt hat. Die drei kommen an der Ostsee an und finden Lärm statt Ruhe vor. Grazyna verabschiedet sich, Dratewka und Zgoda besuchen den Träumer und den Alten, danach den König und die Königin. Ein politischer Streit entsteht. Dratewka und Zgoda fahren wieder nach Hause. Auf der Fahrt denken beide darüber nach, was es heißt, Heimweh nach Polen zu haben. Beide träumen zum Schluss, dass der Drache ein freundlicher Gastgeber für alle Menschen sein könnte.

 

 

 

Theater Pralka e.V.

 

„Heimwehland“ in der Scheffelhalle Singen

 

Freitag, 25.10.2019, 20 Uhr: Premiere

 

Samstag, 26.10.2019, 20 Uhr

 

Sonntag, 27.10.2019, 19 Uhr

 

Eintritt: 20 Euro. Einlass eine Stunde vor Beginn, Barbetrieb.

 

Kartenvorverkauf: Buch Greuter Singen, Südstern Bölle, und Geschäftsstelle Pralka e.V., 1. Vorsitzende Christine Neu, Werner-von-Siemens-Str. 19 in Rielasingen. Freitags von 12 bis14 Uhr. Info-Telefon: 07731-919329, Mail: contact@house-event.de